OT: Pony tot - Waffenschein weg

24. November 2013 15:24

(ct)  Vermeintlich eines kapitalen Keilers ansichtig, gab der klagende Jägersmann einen wohlgezielten Schuss ab und besiegelte damit das Schicksal eines ortsansässigen Island-Ponies. Humorloserweise widerrief darauhin die Waffenbehörde seine waffen- und munitionsrechtliche Erlaubnis. Der Jäger zog vor das Verwaltungsgericht Berlin und machte geltend, ein einziger Fehlschuss könne die waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht in Frage stellen; zudem sei es bei der Schussabgabe bereits dunkel gewesen.

Dem mochte sich das Verwaltungsgericht nicht anschließen und bestätigte den Widerruf. Es gehöre zu den elementaren Verhaltensregeln bei der Jagd, dass der Jäger einen Schuss auf Wild nur dann abgeben dürfe, wenn er sich über das Tier, das er beschieße, vergewissert habe. Der Jäger müsse daher das Tier vor Schussabgabe jedenfalls nach seiner Art, eventuell auch nach Alter, Geschlecht und Körperzustand bestimmen.  Auf die schlechten Sichtverhältnisse könne sich der Jäger nicht berufen, da in diesem Fall der Schuss gänzlich hätte unterbleiben müssen (Beschluss vom 23.10.2013, Az.: VG 1 L 251.13).

Zurück